Gerolsteiner Brunnen

Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1. Januar 1888
Sitz Gerolstein, Deutschland

Leitung

  • Axel Dahm (Vorsitzender)
  • Joachim Schwarz (kaufmännischer Bereich)
  • Ulrich Rust (Technik)
Umsatz rund 211 Mio.  (Stand: 2010)
Branche Getränkehersteller
Produkte Mineralwasser
Website www.gerolsteiner.de
Gerolsteiner Brunnen

Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG ist ein Hersteller und Vertreiber von Mineralwasserprodukten.

Mit etwa 750 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 211 Millionen Euro (2010) gehört das Unternehmen zu den größten der Region Trier. Gerolsteiner Brunnen ist nach eigener Aussage größter Mineralwasser-Exporteur Deutschlands und Weltmarktführer unter kohlensäurehaltigen Mineralwässern; ihre Produkte werden weltweit in über 30 Ländern verkauft. Mutterkonzern ist die Bitburger Holding.

Geschichte

Datei:Gerolsteiner-Logo.svg
Historisches Logo

Am 1. Januar 1888 gründete der Bergwerksdirektor Wilhelm Castendyck das Unternehmen Gerolsteiner Sprudel GmbH in Gerolstein und ließ das Gerolsteiner Mineralwasser zunächst in Tonkrüge abfüllen. Im November des Jahres 1888 erlangte das Wasser den Status einer Art offiziellen Wassers der Stadt Gerolstein, das vom Geheimen Hofrat Prof. Dr. Carl Remigius Fresenius aufgrund seines hohen Gehalts an natürlicher Kohlensäure empfohlen wurde.

1889 wurden der Stern und der Löwe in das Zeichenregister eingetragen und damit geschützt. Das Unternehmen exportierte bereits 1895 Wasser nach Sydney in Australien.

Im Jahre 1900 stellte das Unternehmen vom Tonkrugversand auf Glasflaschen um. Der Absatz betrug in diesem Jahr bereits 3,2 Millionen Füllungen. 1919 änderte sich die Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft.

Mit 158.000 Flaschen begann 1928 der Export in die USA und 1934 kam die Limonade Gerri auf den Markt.

Durch Luftangriffe an Weihnachten 1944 wurde das Gerolsteiner Werk vollständig zerstört. Bis 1948 wurden die Gebäude und Anlagen wieder aufgebaut und ab 1946 wurden wieder die ersten Flaschen gefüllt.

1953 erklärte das rheinland-pfälzische Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten, dass es sich bei Gerolsteiner Sprudel um eine gemeinnützige Quelle handelt. Damit erhielten die Mineralquellen nach rheinland-pfälzischem Wasserrecht den Status staatlich anerkannter Heilquellen.

In den 1950er-Jahren übernahm Gerolsteiner mehrere Brunnenunternehmen und wurde zur Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. Am Anfang stand die Übernahme der Wilhelm Flamm & Co. 1969 folgte der Schloss-Brunnen-Gerolstein Dr. Peter Dehottay KG und 1970 schließlich die Übernahme der Rockeskyller Sprudel KG. Dabei stieg der Absatz erstmals über 100 Millionen Flaschen.

1979 trat die Bitburger Brauerei als Kommanditist in die Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. ein. Im gleichen Jahr wurde das St. Gero Heilwasser eingeführt.

1984 erfolgte der Zusammenschluss der beiden großen Gerolsteiner Mineralwasserbrunnen „Gerolsteiner Sprudel GmbH & Co. KG“ und „Gerolsteiner Flora-Brunnen, Rud. Buse GmbH & Co. KG“.[1]

1988 fand die Umfirmierung in Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co statt.

1989 begann die Expansionsphase des Gerolsteiner Brunnen mit Erwerb der Bad Pyrmonter Mineral- und Heilquellen.

1990 wurden der Margon-Brunnen und der Glashäger Brunnen erworben.

1991 wurde der Birresborner Phönix Sprudel übernommen.

1998 führte Gerolsteiner die erste PET-Mehrwegflasche für Mineralwasser in Deutschland ein, was von Umweltverbänden stark kritisiert wurde.[2]

Ab 2003 konzentrierte sich das Unternehmen wieder auf die Dachmarke Gerolsteiner und veräußerte die Limonadenmarke Gerri an den Sinziger Mineralbrunnen und die anderen Tochtergesellschaften an Brau & Brunnen. Am 11. November 2003 wurde der Mineralbrunnen Birresborner Phönix Sprudel auf Grund von Verunreinigungen geschlossen.[3]

Ab 2006 entwickelt sich Gerolsteiner mit neuen Produkten und neuen Verpackungsvariationen (PET im Sechserpack) vom Mineralwasserspezialisten zum Anbieter von natürlichen alkoholfreien Getränken.

Im Jahr 2010 hat Gerolsteiner eine neue 1-L-Glas-Mehrwegflasche im 6er Kasten entwickelt. Dieser ist im Vergleich mit dem klassischen 12 x 0,7L-Mineralwasserkasten erheblich leichter. Abgefüllt werden Gerolsteiner Sprudel, Medium und Naturell.[4]

Chemische Zusammensetzung[5]

Stoff Menge in mg/l
Hydrogencarbonat 1816
Natrium 118
Magnesium 108
Kalium 11
Chlorid 40
Calcium 348
Sulfat 38

Produktportfolio

Abfüllanlage von Gerolsteiner Brunnen

Die Dachmarken des Unternehmens Gerolsteiner Brunnen sind Gerolsteiner, ein Natürliches Mineralwasser und St. Gero, ein Heilwasser.

Folgende Mineralwasser-Produkte werden vertrieben: Gerolsteiner Sprudel (mit viel Kohlensäure), Gerolsteiner Medium (mit weniger Kohlensäure), Gerolsteiner Naturell (ohne Kohlensäure) und das Heilwasser St. Gero.

Die Marke Gerolsteiner wird auch für die Gerolsteiner Apfelschorle, die kohlensäurehaltigen Mineralwasser plus-Getränke Gerolsteiner Fit und Gerolsteiner Sprudel plus Zitrone sowie die Mineralwasser plus-Getränke ohne Kohlensäure Gerolsteiner Moment (in den Geschmacksrichtungen Weißtee und Birne, Grüntee und Traube sowie Rooibostee und Pfirsich) und Gerolsteiner Naturell plus Frucht (in den Geschmacksrichtungen Apfel, Orange und Zitrone) verwendet.

Als saisonales Produkt war das Sportgetränk Gerolsteiner Sport bis Ende 2008 erhältlich. Außerdem gibt es ein Saisonkonzept mit den Getränken: Gerolsteiner Sonnenvitamin und Gerolsteiner Milder Winter (2005) sowie Gerolsteiner Sommerfrische (2007)

Das Vitalgetränk Gerolsteiner Linée ist in folgenden Geschmacksrichtungen erhältlich: Mango-Grapefruit, Ananas-Zitronengras und Litschi-Limette

Die Gerolsteiner Office Line ist ein Ausschanksystem für Büros, das mit Fünf-Liter-Flaschen Gerolsteiner Naturell bestückt wird. Die Limonadenmarke Gerri wurde verkauft.

Engagement

Radfahrerskulptur in Gerolstein

Das Unternehmen Gerolsteiner fungierte als Hauptsponsor des gleichnamigen Profi-Radteams. Des Weiteren unterstützt der Gerolsteiner Brunnen seit 2006 bis 2008 die Deutschland Tour als Co-Sponsor und offizieller Erfrischungsgetränkelieferant. Seit 2006 engagiert sich Gerolsteiner außerdem als Sponsor im Breitensport. Im Mai 2006 fand das erste Gerolsteiner-TOUR-Festival in Gerolstein statt, eine dreitägige Veranstaltung für ambitionierte Radrennfahrer. Auf dem Programm standen ein Rad-Marathon, ein Einzelzeitfahren mit Bergankunft, ein Teamzeitfahren, ein Sprintrennen und ein Rennen für Kinder sowie eine Messe mit Ausstellern aus der Radbranche. Der Gerolsteiner Brunnen engagierte sich bis 2008 als Titelsponsor des Gerolsteiner-TOUR-Festivals.

Am 4. September 2007 gab das Unternehmen bekannt, nach der Saison 2008 aus dem Radsportsponsoring auszusteigen. Am 14. Oktober 2008 beendete das Team Gerolsteiner seine Tätigkeit im Radsport. [6]

Zusammen mit dem Verband der Prädikatsweingüter (VdP) und der Deutschen Wein- und Sommelierschule (DWS) entwickelt Gerolsteiner Maßnahmen zur Passgenauigkeit von Mineralwasser und Wein.

Weblinks

 Commons: Gerolsteiner Brunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Einzelnachweise

  1. Die Gerolsteiner "Elefantenhochzeit"
  2. PET-Flasche von Gerolsteiner eine "Flasche der Unvernunft
  3. Birresborner Phönix Sprudel
  4. Glas-Mehrwegflasche im 6er Kasten
  5. Analyse des Instituts Fresenius, Taunusstein abgerufen am 30. Juli 2011
  6. Gerolsteiner startet nicht mehr, Armstrong zweifelt

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