George Claridge Druce

Erweiterte Suche

George Claridge Druce (* 23. Mai 1850 in Potterspury, Northamptonshire, England; † 29. Februar 1932 in Oxford) war ein englischer Botaniker und Chemiker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Druce“.

Leben und Wirken

George Claridge Druce wurde als illegitimer Sohn seiner nie verheirateten Mutter Jane Druce (* 1815 in Woughton-on-the-Green, Buckinghamshire) geboren. Im Alter von 16 Jahren ging er bei dem pharmazeutischen Unternehmen P. Jeyes & Co. in Northampton in die Lehre. 1872 absolvierte er die pharmazeutischen Prüfungen und wurde „retail chemist“. Sein wirkliches Interesse galt jedoch der Botanik. 1876 half er bei der Gründung der Northampton Natural History Society.

Druce hatte bei seinem Arbeitgeber eine Vereinbarung unterschrieben, in der er zusicherte, dass er kein konkurrierendes Unternehmen im Umkreis von 30 Meilen betreiben werde. Er ging im Juni 1879 nach Oxford, wo er seine Ersparnisse von etwa 400 £ in die Gründung einer eigenen Drogerie Druce & Co. an der Hausnummer 118 in der High Street investierte.

1880 half er bei der Gründung der Ashmolean Natural History Society of Oxfordshire. 1886 veröffentlichte er sein Werk The Flora of Oxfordshire. 1889 erhielt Druce ehrenhalber den MA-Grad von der Universität Oxford. 1895 wurde er zum „Fielding Curator in the Department of Botany“ ernannt.

Druce diente dem Oxford City Council ab 1892 bis zu seinem Tode. 30 Jahre lang war er Vorsitzender des Public Health Committee. Von 1896 bis 1897 war er Sheriff of Oxford, von 1900 bis 1901 Mayor of Oxford. 1909 zog er innerhalb Oxfords in die Hausnummer 9 der Crick Road.

1920 wurde Druce zu einem Alderman (etwa: Beigeordneter) ernannt. 1927 wurde er als Mitglied („Fellow“) in die Royal Society gewählt.

Druce starb in seinem Haus in der Crick Road, das er Yardley Lodge nannte, am 29. Februar 1932 im Alter von 82 Jahren. Er wurde im Holywell Cemetery beigesetzt.

Werke

  •  The Flora of Oxfordshire. 1886, 2. Auflage 1927.
  •  The Dillenian Herbaria. 1907 (hrsg. von Sydney Howard Vines).
  •  List of British plants…. 1908, 2. Auflage 1928 unter dem Titel „British plant list….
  •  zusammen mit Sydney Howard Vines: An Account of the Morisonian Herbarium in the possession of the University of Oxford. 1914.
  •  The comital flora of the British Isles. 1932.

Quellen

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

01.09.2021
Quantenoptik | Teilchenphysik
Lichtinduzierte Formänderung von MXenen
Licht im Femtosekundenbereich erzeugt schaltbare Nanowellen in MXenen und bewegt deren Atome mit Rekordgeschwindigkeit.
30.08.2021
Astrophysik | Optik
Neue mathematische Formeln für ein altes Problem der Astronomie
Dem Berner Astrophysiker Kevin Heng ist ein seltenes Kunststück gelungen: Auf Papier hat er für ein altes mathematisches Problem neue Formeln entwickelt, die nötig sind, um Lichtreflektionen von Planeten und Monden berechnen zu können.
31.08.2021
Quantenoptik | Thermodynamik
Ein Quantenmikroskop „made in Jülich“
Sie bilden Materialien mit atomarer Präzision ab und sind vielseitig einsetzbar: Forschende nutzen Rastertunnelmikroskope seit vielen Jahren, um die Welt des Nanokosmos zu erkunden.
30.08.2021
Quantenphysik | Thermodynamik
Extrem lang und unglaublich kalt
Bei der Erforschung der Welleneigenschaften von Atomen entsteht am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen für wenige Sekunden einer der „kältesten Orte des Universums“.
25.08.2021
Quantenoptik
Laserstrahlen in Vakuum sichtbar gemacht
Einen Lichtstrahl kann man nur dann sehen, wenn er auf Materieteilchen trifft und von ihnen gestreut oder reflektiert wird, im Vakuum ist er dagegen unsichtbar.
18.08.2021
Quantenphysik
Suprasolid in eine neue Dimension
Quantenmaterie kann gleichzeitig fest und flüssig, also suprasolid sein: Forscher haben diese faszinierende Eigenschaft nun erstmals entlang zweier Dimensionen eines ultrakalten Quantengases erzeugt.
18.08.2021
Teilchenphysik
Verwandlung im Teilchenzoo
Eine internationale Studie hat in Beschleuniger-Daten Hinweise auf einen lang gesuchten Effekt gefunden: Die „Dreiecks-Singularität“ beschreibt, wie Teilchen durch den Austausch von Quarks ihre Identität ändern und dabei ein neues Teilchen vortäuschen können.
18.08.2021
Plasmaphysik
Ein Meilenstein der Fusionsforschung
Am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien ist in diesen Tagen ein Durchbruch in der Fusionsforschung geglückt.
16.08.2021
Festkörperphysik | Quantenoptik
Ultraschnelle Dynamik in Materie sichtbar gemacht
Ein Forschungsteam hat eine kompakte Elektronen-„Kamera“ entwickelt, mit der sich die schnelle innere Dynamik von Materie verfolgen lässt.
16.08.2021
Elektrodynamik | Teilchenphysik
Wie sich Ionen ihre Elektronen zurückholen
Was passiert, wenn Ionen durch feste Materialien geschossen werden?