Fritz Ullmann

Fritz Ullmann (* 2. Juli 1875 in Fürth; † 17. März 1939 in Genf) war ein deutscher Chemiker. Nach ihm ist die Ullmann-Kupplung benannt.

Ullmann studierte ab 1893 Chemie an der Universität Genf und wurde dort 1895 promoviert. Danach war er Assistent für organische Chemie und ab 1898Privatdozent in Genf. Er lehrte von 1905 bis 1913 und von 1922 bis 1925 Technische Chemie an der Technischen Hochschule Berlin, erst als Privatdozent, später als a. o. Professor.

1926 kehrte Ullmann nach Genf zurück und nahm die Schweizer Staatsbürgerschaft an.[1]

Ullmann entdeckte wichtige zwei wichtige präparative Synthesemethoden:

  • Alkylierungen mit Dimethylsulfat (1900)[1]
  • Abspaltung der Halogens aus Arylhalogeniden mit feinverteiltem Kupfer (Ullmann-Kupplung) zur Gewinnung von Diarylen (1901)[1]

Er gab 1914 bis 1922 die erste Auflage der Enzyklopädie der Technischen Chemie in 12 Bänden heraus, unter dem Namen Encyclopedia of Industrial Chemistry ein bis heute ständig aktualisiertes Standardwerk. Die wohl erste Privatassistentin arbeitete von 1905 bis etwa 1910 in seinem Laboratorium an der Hochschule, seine spätere Frau Irma Goldberg.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer und Wolfgang Müller unter Mitarbeit von Heinz Cassenbaum: Lexikon bedeutender Chemiker, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1988, S. 431, ISBN 3-323-00185-0.

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