Emissionsfaktor

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Der Emissionsfaktor ist das Verhältnis aus der Masse eines freigesetzten (emittierten) Stoffes zu der der eingesetzten Masse eines Ausgangsstoffes. Der Emissionsfaktor ist stoff- und prozessspezifisch, d.h. er ist abhängig von

  • dem Ausgangsstoff,
  • dem Prozess (z. B. Verbrennung oder Schüttgutumschlag),
  • dem betrachteten (emittierten) Stoff.

Multipliziert man die eingesetzte Menge eines Ausgangsstoffes mit dem für den freigesetzten Stoff und dem Prozess spezifischen Emissionsfaktor, so kann die emittierte Menge ermittelt werden.

Beispiel: Der Emissionsfaktor für die Freisetzung von Staub beim Umschlag von Kies sei 1,5 kg/t. Werden 2 Tonnen Kies umgeschlagen (z. B. auf einen LKW verladen), werden 2 t * 1,5 kg/t = 3 kg Staub freigesetzt.

Emissionsfaktoren werden stoff- und prozessspezifisch ermittelt und tabelliert. Bei Brennstoffen (z. B. Erdgas) kann der Emissionsfaktor auch auf den Energieinhalt (Heizwert) bezogen sein.

Wird ein längerer Prozess betrachtet, so muss auch die zeitliche Komponente einbezogen werden. Die Emissionen von Flammschutzmitteln aus Fernsehgeräten während der Gebrauchsphase werden beispielsweise in Massenanteilen pro Jahr angegeben.

Warenbezogene Emissionsfaktoren

Ein warenbezogener Emissionsfaktor wird definiert als der Massenanteil an organischen und anorganischen Substanzen, die bei einem bestimmten Prozess und unter definierten Prozessbedingungen von einer bestimmten Menge Ware emittiert werden können. Bei Textilveredelungsprozessen werden zwei verschiedene Typen unterschieden:

  • g org. Kohlenstoff/kg Textil
  • g Substanz/kg Textil

Letzterer Emissionsfaktor wird dann verwendet, wenn eine bestimmte Substanz (beispielsweise toxisch oder umweltgefährdend) interessiert.

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