Yazganit

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Yazganit
Andere Namen
  • IMA 2003-033
Chemische Formel

Na(Mg,Mn)Fe23+[AsO4]3 • H2O

Mineralklasse Phosphate, Arsenate, Vanadate
8.AC.10 (8. Auflage: VII/A.07) nach Strunz
38.02.03.10 nach Dana
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse; Symbol nach Hermann-Mauguin monoklin-prismatisch $ \ 2/m $ [1]
Farbe braun bis fast schwarz
Strichfarbe hellbraun, gelblich-grau
Mohshärte 5
Dichte (g/cm3) 4,18
Glanz Diamantglanz
Transparenz durchscheinend
Bruch
Spaltbarkeit keine
Habitus
Kristalloptik
Brechungsindex α=1,870 ; β=1,897 ; γ=1,900 [2]
Doppelbrechung
(optischer Charakter)
δ = 0.030 [2] ; zweiachsig negativ
Optischer Achsenwinkel 2V = 35° [2]

Yazganit ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Er kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Na(Mg,Mn)Fe23+[AsO4]3 • H2O [3] und entwickelt entweder einzelne prismatische Kristalle oder Mineral-Aggregate aus miteinander verwachsenen, gut ausgebildeten Kristallen in brauner bis fast schwarzer Farbe.

Etymologie und Geschichte

Erstmals gefunden und beschrieben wurde das Mineral 2005 in Erciyes Dağı (Provinz Kayseri, Türkei) von H. Sarp und R. Cerný, die es nach dem türkischen Geologen Evren Yazgan (1943-), der die yazganithaltigen Mineralproben sammelte, benannten. [2]

Klassifikation

In der alten (8. Auflage) und neuen Systematik der Minerale (9. Auflage) nach Strunz gehört der Yazganit zur Abteilung der „wasserfreien Phosphate ohne fremde Anionen“. Allerdings wurde diese Abteilung in der neuen Strunz'schen Systematik weiter unterteilt, sodass das Mineral jetzt in der Unterabteilung „Mit mittelgroßen und großen Kationen“ zu finden ist.

Die Systematik der Minerale nach Dana ordnet den Yazganit in die „Alluaudite-Wyllieite Group (Alluaudite Subgroup)“ der Abteilung „Anhydrous Phosphates, etc (A1+ B2+)5 (XO4)3“ (Übersetzt: Alluaudit-Wyllieit-Gruppe der Abteilung Wasserfreie Phosphate etc. mit der allgemeinen chemischen Zusammensetzung [...]). [4]

Bildung und Fundorte

Yazganit bildete sich in dem an der Fundstelle vorhandenen, vulkanischen Andesit-Gestein. Begleitminerale sind Auripigment, Cassiterit, Hämatit, Magnetit, Realgar und Tridymit.

Yazganit wurde bisher nur an seiner Typlokalität Erciyes Dağı in der Türkei gefunden.

Kristallstruktur

Yazganit kristallisiert im monoklinen Kristallsystem in der Raumgruppe C 2/c mit den Gitterparametern a = 12,181 Å; b = 12,807 Å, c = 6,6391 Å und β = 112,441 ° sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle. [5]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Webmineral - Yazganite (engl.)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 MinDat - Yazganite (engl.)
  3.  Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 5. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2008, ISBN 3-921656-17-6.
  4. Webmineral - New Dana Classification of Anhydrous Phosphates, etc (engl.)
  5. American Mineralogist Crystal Structure Database - Yazganite (engl., 2005)

Weblinks

  • Mineralienatlas:Yazganit (Wiki)

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