Viertele

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Viertele Wein im traditionellen Glas (teilweise getrunken) in einer Besenwirtschaft in Baden-Württemberg.

Ein Viertele ist im Süden des deutschen Sprachraums ein Viertelliter Wein (0,25 l).

Ein Fünftelliter Wein (0, 2 l) wird im Hinblick auf die bekannte Sparsamkeit der Schwaben als schwäbisches Viertele bezeichnet, wohingegen ein gutes Viertele etwas mehr als 0,25 l enthält, sei es infolge Überschreitens des Füllstrichs oder infolge Nachfüllens. Nach oben ist das gute Viertele unbegrenzt; wenn aber der halbe Liter erreicht oder überschritten ist, sollte man vom Schoppen sprechen.

Im Schwäbischen bezeichnet man den Genuss eines Vierteles als „Viertelesschlotzen“ und die Schwaben mitunter scherzhaft als „Viertelesschlotzer“.

Bundespräsident Theodor Heuss thematisierte das Viertele als Bestandteil schwäbischer Lebensart in seiner Antrittsrede im Bundesland Württemberg-Hohenzollern am 5. Juni 1950: „[...] das ‚Viertele‘ hat im Grunde mit dem Alkohol nichts mehr zu tun [...] Das Viertele steht stellvertretend als Symbol für das Dazugehören.“[1]

Quellen

  1. zitiert nach einer Ausstellungstafel im Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart

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