Verdämmte Ladung

Eine Verdämmte Ladung ist ein von einer festen Hülle eingeschlossener Explosivstoff. Die Umhüllung (so genannter Besatz) kann z. B. aus Sand, Trommeln oder Rohren aus Pappe, Metall oder anderen Materialien bestehen.

So können pyrotechnische Sätze, wie z. B. ein Wasserfallsatz, bei freier Anzündung unter Flammenbildung abbrennen, während es unter Einschluss zu einer heftigen Deflagration oder bei einigen Substanzen, z. B. beim Blitzknallsatz, zu einer Detonation kommen kann.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es aber auch ohne Fremdeinschluss zu einer Verdämmung kommen. Man spricht hier von der sog. Eigenverdämmung, die eintritt, wenn eine größere Menge des Explosivstoffes, ab etwa 1–2 kg, abgebrannt wird. Hier kann bereits das Eigengewicht des Stoffes zu einer Verdämmung beim Abbrand führen, die Reaktion dann zu einer plötzlichen Explosion kippen lässt. Während 1 kg Rauchpulver beispielsweise nur langsam Rauch abgibt, können 10 kg Rauchpulver nach einigen Minuten plötzlich mit einem lauten Knall explodieren.

Angewendet wird die Verdämmung sowohl in der Sprengtechnik, als auch in der Pyrotechnik. Als Beispiel sei der Kanonenschlag genannt, dessen Schwarzpulver ohne die Umhüllung durch das Papprohr auch ohne jegliche Knallwirkung abbrennt. Aufgrund der Umhüllung durch ein dickes Papprohr hingegen kommt es zu einer Explosion, die zu einem Zerlegen des Papprohres führt, wodurch erst der markante Knall entsteht.

In der Sprengtechnik kommt als Besatz zum Beispiel Letten, Sand, feinste Steine, Wasser oder Chlorcalcium (zur Staubbindung) zur Anwendung. Im Bergbau gibt es dazu auch das Sprichwort: „Gut verdämmt, ist halb geschossen.“ Faustregel für die Verdämmung: Je weniger brisant ein Sprengstoff ist, desto mehr Besatz wird benötigt.

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