Shin-Etsu Chemical

Shin-Etsu Chemical

Shin-Etsu Chemical
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Rechtsform Kabushiki-gaisha
ISIN JP3371200001
Gründung 16. September 1926
Sitz Ōtemachi, Chiyoda, Tokio, Japan
Leitung Chihiro Kanagawa, Vorsitzender
Mitarbeiter 16.955 (2010)
Umsatz 1.200,8 Mrd. JPY
Branche Chemie
Website Shin-Etsu Chemical

Shin-Etsu Chemical (jap. 信越化学工業株式会社, Shin’etsu Kagaku Kōgyō Kabushiki-gaisha) ist das größte japanisches Unternehmen im Chemiesektor und der weltweit größte Hersteller von Polyvinylchlorid und Silizium-Wafern für die Halbleiter-Industrie. Shin-Etsu Chemical verfügt heute über Produktionsanlagen in 17 Ländern und besteht aus 113 Unternehmen weltweit.

Geschichte

Das Unternehmen wurde am 18. September 1926[1] als Shin’etsu Chisso Hiryō K.K. (信越窒素肥料株式会社, dt. „Stickstoffdünger Shin’etsu“, engl. Shin-Etsu Nitrogen Fertilizer) gegründet. 1940 erhielt es seinen heutigen Namen, der sich aus der Bezeichnung der Region Shin’etsu ableitet, die aus den historischen Provinzen Shinano und Echigo besteht.

Segmente[1]

  • organische und anorganische Chemikalien (52 % des Umsatzes)
Hauptprodukte: Polyvinylchlorid (PVC), Silikone, Methanol, Chlormethan, Cellulosederivative, Silizium
  • Electronics materials (39 % des Umsatzes)
Hauptprodukte: Silizium-Wafer, organische Materialien, seltene Erden
  • Functional materials (9 % des Umsatzes)
Hauptprodukte: synthetischer Quarz, seltene Erden

SE Tylose

Blick auf den Industriepark von Mainz aus

In Deutschland ist der Konzern durch die SE Tylose vertreten. Das Unternehmen entstand zunächst aus einer Ausgliederung aus der Schweizer Clariant. Das Celluloseether-Geschäft im Industriepark Kalle-Albert, das an diesem Ort bereits seit 1935 bestand, daraus übernahm Shin-Etsu im Jahr 2004 für einen Kaufpreis von 241 Millionen Euro. Die Etymologie des Markennamens ist zurückführbar auf das „ty“ von Ethyl-, Methyl etc. sowie die Endung „lose“ der Cellulose. Die SE Tylose beschäftigte 500 Mitarbeiter im Jahr 2007.

Durch die Akquisition und Ausbau in Deutschland wurde der Shin-Etsu-Konzern zu einem der bedeutendsten Celluloseether-Hersteller der Welt. Die Celluloseethersparte des Chemiekonzerns ist einer der Marktführer unter den Methylcellulose-Herstellern und bedeutender Marktteilnehmer bei Hydroxyethylcellulose und weiteren chemischen Spezialitäten auf Basis des nachwachsenden Rohstoffs "Cellulose". Die deutsche Tochtergesellschaft SE Tylose produziert und vermarktet verschiedene wasserlösliche Celluloseether unter dem ursprünglichen Hoechster Markennamen Tylose®. Beliefert wird die verarbeitende Industrie mit entsprechenden Hilfsstoffen (Baustoff- und Farbenindustrie, Chemische Industrie, Kosmetik- und Pharmaindustrie sowie Lebensmittelindustrie).

Damit wurde der Umsatz von Shin-Etsu mit Celluloseether-Produkten verdoppelt. Es erfolgte ein Kapazitätsausbau im Umfang von 100 Millionen Euro bis 2006. Dieser beinhaltete 80 Millionen Euro für die neue Produktionsanlage. 30 Millionen Euro wurden zusätzlich vom Betreiber des Industrieparks für die dazugehörige Infrastruktur, wie den Ausbau der Energieversorgung und der biologischen Abwasserreinigungsanlage investiert.

Bis 2009 wird die Firma ihre Produktionsanlagen um weitere 10.000 Tonnen pro Jahr (20 %) aufstocken und damit einen zweiten Standort zur Produktion von pharmazeutischen Hilfsstoffen in Europa aufbauen. Durch eine Explosion und dem anschließenden Brand der Produktionsanlagen in Naoetsu (Stadt Jōetsu) am 20. März 2007 wurde dieser Aufbau forciert.[2][3]

Einzelnachweise

Weblinks