pH-Elektrode


pH-Elektrode

schematischer Aufbau einer pH-Elektrode

Eine pH-Elektrode wird zum Messen des pH-Wertes mit einem pH-Meter verwendet. In der Praxis wird meistens mit einer Glaselektrode gearbeitet, die üblicherweise als Einstabmesskette ausgeführt ist.

Grundlagen

Die zur Definition des pH-Wertes herangezogene elektromotorische Kraft einer Zelle aus zwei Wasserstoffelektroden wäre in der Praxis zu schwierig zu handhaben, weshalb andere Arten von pH-Elektroden konstruiert wurden (und noch immer werden). Allerdings gibt es bei den unterschiedlichen Prinzipien und Bauweisen auch unterschiedliche Messfehler und Einsatzgrenzen.

Bauweisen und Messprinzipien

Praktisches Messen

Vor der eigentlichen Messung ist es nötig, die pH-Elektrode zu prüfen bzw. einzustellen. Dieser Vorgang wird in der Praxis als Kalibrierung bezeichnet. Zu diesem Zweck wird die pH-Elektrode in ein, zwei oder mehrere unterschiedliche Pufferlösungen mit einem definierten pH-Wert getaucht und der dabei am Messgerät angezeigte Wert auf den Sollwert gestellt. Bei der 2-Punkt-Kalibrierung wird zuerst mit einem Puffer mit pH = 7,0 die Asymmetrie der Elektrode korrigiert und anschließend mit einem anderen Puffer (vorzugsweise im zu erwartenden pH-Bereich) die Steilheit.

Aufgrund der Temperaturabhängigkeit des pH-Wertes ist dabei auf die Temperatur des Puffers zu achten.

Anschließend erfolgt die Messung durch Eintauchen der Elektrode in die zu untersuchende Probe. Auch hierbei ist die Temperatur zu beachten bzw. beim ermittelten Messwert mit anzugeben. Besonders bei hochviskosen Proben als auch bei älteren pH-Elektroden ist oft eine gewisse Zeit zur Stabilisierung des Messwertes zu warten.

Literatur

  • Ludwig Kratz: Die Glaselektrode und ihre Anwendungen, Frankfurt 1950 (Steinkopff)
  • Helmut Galster: pH-Messung. VCH Weinheim 1990