László Kürti

László Kürti

László Kürti (* 28. September 1973 in Ungarn) ist ein US-amerikanischer Chemiker ungarischer Herkunft.

Leben und Werk

László Kürti wurde 1973 in Ungarn geboren und wuchs dort auf. An der Lajos Kossuth Universität (heute Universität Debrecen) in Debrecen, Ungarn, schloss er 1997 sein Diplom als englisch-ungarischer technischer Übersetzer an. Ein Jahr später erlangte er an der gleichen Hochschule ein Diplom in Chemie, wobei Sándor Antus ihn in seinen Arbeiten zur Synthese von benzofuranoiden Neolignanen betreute. Im Jahre 2001 wurde Kürti von der University of Missouri in Columbia, Missouri der Master of Science verliehen. Betreuer der Masterarbeit auf dem Gebiet der organischen Chemie – inter- und intramolekulare [4+3]-Cycloadditionen – war Michael Harmata. Danach wechselte Kürti an die University of Pennsylvania, Philadelphia, PA, wo er 2001−2006 im Arbeitskreis von Amos B. Smith, III. an seiner Dissertation über die Synthese hochsubstituierte Indole in der Naturstoffchemie arbeitete. 2006 wurde Kürti dann dort promoviert. Zwischen 2006 und 2010 forschte Kürti an der Harvard University im Arbeitskreis des Nobelpreisträgers Elias J. Corey.

Seit September 2010 ist László Kürti Assistenzprofessor am University of Texas Southwestern Medical Center in Dallas, Texas.

Veröffentlichungen

Neben etwa 15 Originalpublikationen ist Kürti besonders hervorgetreten durch die von ihm (mit Coautoren) geschriebenen Bücher:

  • Corey, Elias J. und Kürti, László: Enantioselective Chemical Synthesis (Direct Book Publishing, LLC, 2010 (Online-Kurzfassung).
  • Corey, Elias J., Czakó, Barbara und Kürti, László: Molecules and Medicine, John Wiley and Sons Inc., New York, 2007, [moleculesandmedicine.info].
  • Kürti, László und Czakó, Barbara: Strategic Applications of Named Reactions in Organic Synthesis; Elsevier Academic Press, Burlington-San Diego-London 2005, 1. Auflage; ISBN 0-12-369483-3.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

01.04.2021
Teilchenphysik
Myon g-2: Kleines Teilchen mit großer Wirkung
Das Myon g-2-Experiment des Fermilab in den USA steht vor einem Sensationsmoment, der die Geschichte der Teilchenphysik neu schreiben könnte.
01.04.2021
Planeten - Elektrodynamik - Strömungsmechanik
Zwei merkwürdige Planeten
Uranus und Neptun habe beide ein völlig schiefes Magnetfeld.
30.03.2021
Kometen_und_Asteroiden
Der erste interstellare Komet könnte der ursprünglichste sein, der je gefunden wurde
Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) deuten darauf hin, dass der abtrünnige Komet 2I/Borisov einer der ursprünglichsten ist, die je beobachtet wurden.
25.04.2021
Raumfahrt - Astrophysik - Teilchenphysik
Erstmals Atominterferometer im Weltraum demonstriert
Atominterferometer erlauben hochpräzise Messungen, indem sie den Wellencharakter von Atomen nutzen.
25.03.2021
Quantenoptik
Sendungsverfolgung für eine Quantenpost
Quantenkommunikation ist abhörsicher, aber bislang nicht besonders effizient.
24.03.2021
Schwarze_Löcher - Elektrodynamik
Astronomen bilden Magnetfelder am Rand des Schwarzen Lochs von M 87 ab
Ein neuer Blick auf das massereiche Objekt im Zentrum der Galaxie M 87 zeigt das Erscheinungsbild in polarisierter Radiostrahlung.
24.03.2021
Astrophysik
Die frühesten Strukturen des Universums
Das extrem junge Universum kann nicht direkt beobachtet werden, lässt sich aber mithilfe mathematischer Theorien rekonstruieren.
23.03.2021
Supernovae - Teilchenphysik
Können Sternhaufen Teilchen höher beschleunigen als Supernovae?
Ein internationales Forschungsteam hat zum ersten Mal gezeigt, dass hochenergetische kosmische Strahlung in der Umgebung massereicher Sterne erzeugt wird. Neue Hinweise gefunden, wie kosmische Strahlung entsteht.
23.03.2021
Teilchenphysik
Neue Resultate stellen physikalische Gesetze in Frage
Forschende der UZH und des CERN haben neue verblüffende Ergebnisse veröffentlicht.
19.03.2021
Festkörperphysik - Teilchenphysik
Elektronen eingegipst
Eine scheinbar einfache Wechselwirkung zwischen Elektronen kann in einem extremen Vielteilchenproblem zu verblüffenden Korrelationen führen.