Joachim Maier (Chemiker)

Erweiterte Suche

Joachim Maier (* 5. Mai 1955 in Neunkirchen (Saar)) ist Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und leitet die Abteilung Physikalische Festkörperchemie.

Leben und Wirken

Joachim Maier studierte Chemie in Saarbrücken, wo er in Physikalischer Chemie promovierte. Es folgte die Habilitation an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Weitere Stationen der wissenschaftlichen Laufbahn waren die Max-Planck-Institute für Festkörperforschung und Metallforschung in Stuttgart sowie das Massachusetts Institute of Technology, wo er von 1988 bis 1996 auch lehrte. Auch angesichts prestigeträchtiger Rufe in In- und Ausland entschied er sich für die Max-Planck-Gesellschaft. 1991 wurde er zum Wissenschaftlichen Mitglied, zum Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und zum Honorarprofessor an der Universität Stuttgart berufen. Joachim Maier lehrte und lehrt an den Universitäten Tübingen, Graz und Stuttgart sowie am Massachusetts Institute of Technology. Er ist Empfänger einer Reihe internationaler und nationaler Preise und Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Akademien. Joachim Maier ist Herausgeber des Journals Solid State Ionics und ist Mitglied im Beirat wichtiger wissenschaftlicher Journale.

Seine Forschungsschwerpunkte umfassen: die Physikalische Chemie des Festkörpers, Chemische Thermodynamik und Kinetik, Defektchemie und Transport im Festkörper, Ionenleiter und gemischte Leiter, Grenzflächen und Elektrochemie. Ein originäres Forschungsgebiet des Arbeitskreises hat sich unter dem Namen "Nano-Ionik" etabliert. In diesem Zusammenhang steht die Energieumwandlung und -speicherung im Vordergrund (Brennstoffzellen, Lithiumbatterien). Auf diesen Forschungsfeldern hat Joachim Maier mehr als 600 Publikationen in referierten Journalen verfasst/mitverfasst.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die letzten News aus den Naturwissenschaften

17.01.2022
Quantenphysik | Teilchenphysik
Ladungsradien als Prüfstein neuester Kernmodelle
Ein internationales Forschungsprojekt hat die modernen Möglichkeiten der Erzeugung radioaktiver Isotope genutzt, um erstmals die Ladungsradien entlang einer Reihe kurzlebiger Nickelisotope zu bestimmen.
13.01.2022
Sonnensysteme | Planeten | Elektrodynamik
Sauerstoff-Ionen in Jupiters innersten Strahlungsgürteln
In den inneren Strahlungsgürteln des Jupiters finden Forscher hochenergetische Sauerstoff- und Schwefel-Ionen – und eine bisher unbekannte Ionenquelle.
12.01.2022
Schwarze Löcher | Relativitätstheorie
Die Suche nach einem kosmischen Gravitationswellenhintergrund
Ein internationales Team von Astronomen gibt die Ergebnisse einer umfassenden Suche nach einem niederfrequenten Gravitationswellenhintergrund bekannt.
11.01.2022
Exoplaneten
Ein rugbyballförmiger Exoplanet
Mithilfe des Weltraumteleskops CHEOPS konnte ein internationales Team von Forschenden zum ersten Mal die Verformung eines Exoplaneten nachweisen.
07.01.2022
Optik | Quantenoptik | Wellenlehre
Aufbruch in neue Frequenzbereiche
Ein internationales Team von Physikern hat eine Messmethode zur Beobachtung licht-induzierter Vorgänge in Festkörpern erweitert.
06.01.2022
Elektrodynamik | Quantenphysik | Teilchenphysik
Kernfusion durch künstliche Blitze
Gepulste elektrische Felder, die zum Beispiel durch Blitzeinschläge verursacht werden, machen sich als Spannungsspitzen bemerkbar und stellen eine zerstörerische Gefahr für elektronische Bauteile dar.
05.01.2022
Elektrodynamik | Teilchenphysik
Materie/Antimaterie-Symmetrie und Antimaterie-Uhr auf einmal getestet
Die BASE-Kollaboration am CERN berichtet über den weltweit genauesten Vergleich zwischen Protonen und Antiprotonen: Die Verhältnisse von Ladung zu Masse von Antiprotonen und Protonen sind auf elf Stellen identisch.
04.01.2022
Milchstraße
Orions Feuerstelle: Ein neues Bild des Flammennebels
Auf diesem neuen Bild der Europäischen Südsternwarte (ESO) bietet der Orion ein spektakuläres Feuerwerk zur Einstimmung auf die Festtage und das neue Jahr.
03.01.2022
Sterne | Elektrodynamik | Plasmaphysik
Die Sonne ins Labor holen
Warum die Sonnenkorona Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius erreicht, ist eines der großen Rätsel der Sonnenphysik.
30.12.2021
Sonnensysteme | Planeten
Rekonstruktion kosmischer Geschichte kann Eigenschaften von Merkur, Venus, Erde und Mars erklären
Astronomen ist es gelungen, die Eigenschaften der inneren Planeten unseres Sonnensystems aus unserer kosmischen Geschichte heraus zu erklären: durch Ringe in der Scheibe aus Gas und Staub, in der die Planeten entstanden sind.