| Physikalische Größe | |||||||
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| Name | Massendichte | ||||||
| Formelzeichen der Größe |
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| Siehe auch: Wichte (spezifisches Gewicht), relative Dichte (spezifische Dichte), spezifisches Volumen | |||||||
Die Dichte eines Körpers
(Rho), zur besseren Unterscheidung von anderen volumenbezogenen Größen wie Energie- oder Ladungsdichte auch Massendichte genannt, ist der Bruch aus seiner Masse
(im Zähler) und seinem Volumen
(im Nenner), also
, und somit eine Quotientengröße im Sinne von DIN 1313. Sie wird oft in Gramm pro Kubikzentimeter = Kilogramm pro Liter = Tonnen pro Kubikmeter angegeben; seltener wird die ohne Vorsätze gebildete SI-Einheit Kilogramm pro Kubikmeter verwendet.
Die Dichte ist eine für das Material des Körpers charakteristische und von seiner Form und Größe unabhängige Eigenschaft.
Im Allgemeinen (ohne Dichteanomalie) dehnen sich feste und flüssige Stoffe mit steigender Temperatur aus, sodass ihre Dichte dabei sinkt; gasförmige sogar noch stärker, wenn sie sich etwa gegen konstanten Außendruck ausdehnen können und nicht in einem starren Gefäß eingeschlossen sind.
Mit -dichte zusammengesetzte Wörter bezeichnen auch andere Größen, die auf das Volumen, manchmal aber auch auf eine Fläche, eine Länge, ein Frequenzintervall oder Anderes bezogen werden (Beispiele unter Andere Dichtebegriffe unten).
Definiert werden diese Unterschiede in der DIN 1306 Dichte; Begriffe, Angaben.
Die Summe der Massenkonzentrationen der Bestandteile einer Lösung ergibt die Dichte der Lösung, indem man die Summe der Massen der Bestandteile durch das Volumen der Lösung teilt.
Dabei sind die
die einzelnen Teilmassen,
die einzelnen Teilvolumina und V das Gesamtvolumen.
Als dimensionslose Vergleichsgröße:
(Empfohlene Bezeichnung nach DIN 5485: -flächendichte oder -bedeckung)
(Empfohlene Bezeichnung nach DIN 5485: -längendichte, -belag oder -behang)
Mit
werde die Masse in einem gewissen Kontrollvolumen
bezeichnet. Bei stetig verteilter Masse kann man einen Grenzübergang durchführen; d. h. man lässt das Kontrollvolumen immer kleiner werden und kann so die Massendichte
durch
definieren. Die Funktion
wird auch als Dichtefeld bezeichnet.
Für einen homogenen Körper, dessen Massendichte in seinem Inneren überall den Wert
hat, ist die Gesamtmasse
das Produkt von Dichte und Volumen
, d.h. es gilt
Bei inhomogenen Körpern ist die Gesamtmasse allgemeiner das Volumenintegral über die Massendichte
Die Dichte ergibt sich aus den Massen der Atome, aus denen das Material besteht und aus ihren Abständen. In homogenem Material, zum Beispiel in einem Kristall, ist die Dichte überall gleich. Sie ändert sich normalerweise mit der Temperatur und bei kompressiblen Materialien (wie z. B. Gasen) auch mit dem Druck. Daher ist beispielsweise die Dichte der Atmosphäre ortsabhängig und nimmt mit der Höhe ab.
Der Kehrwert der Dichte wird spezifisches Volumen genannt und spielt vor allem in der Thermodynamik der Gase und Dämpfe eine Rolle. Das Verhältnis der Dichte eines Stoffes zur Dichte im Normzustand wird als relative Dichte bezeichnet.
In der ersten Ausgabe der DIN 1306 Dichte und Wichte; Begriffe vom August 1938 wurde die Dichte im heutigen Sinn als mittlere Dichte genormt und die ortsabhängige Dichte in einem Punkt als Dichte schlechthin definiert: „Die Dichte (ohne den Zusatz ‚mittlere‘) in einem Punkte eines Körpers ist der Grenzwert, dem die mittlere Dichte in einem den Punkt enthaltenden Volumen zustrebt, wenn man dieses so weit verkleinert denkt, dass es klein wird gegen die Abmessungen des Körpers, aber noch groß bleibt gegen die Gefügeeinheiten seines Stoffs.“ In der Ausgabe vom August 1958 wurde dann die mittlere Dichte in Dichte umbenannt mit der Erläuterung: „Masse, Gewicht und Volumen werden an einem Körper bestimmt, dessen Abmessungen groß sind gegen seine Gefügebestandteile.“
Nach dem Prinzip von Archimedes erfährt ein vollständig in einer Flüssigkeit oder Gas eingetauchter Körper eine Auftriebskraft, die der Gewichtskraft des Volumens der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Um die zwei Unbekannten Dichte und Volumen zu bestimmen, sind zwei Messungen erforderlich.
Taucht man einen beliebigen Körper mit dem Volumen VK vollständig in zwei Flüssigkeiten oder Gase mit den bekannten Dichten ρ1 und ρ2 ein, so erfährt er die unterschiedlichen, resultierenden Gewichtskräfte FG1 bzw. FG2. Messbar sind die resultierenden Kräfte mittels einer einfachen Waage. Die gesuchte Dichte ρK lässt sich wie folgt bestimmen.
Ausgehend von der Formel für die Gewichtskraft des Körpers und den Auftriebskräften FAi:
,
messen die beiden Waagen für die in die Flüssigkeit (oder das Gas) 1 oder 2 eingetauchten Massen die Gewichtskräfte
Eliminiert man aus den beiden Gleichungen für i = 1,2 das Volumen VK, erhält man nach einigen einfachen mathematischen Umformungen die Lösung:
Falls die eine Dichte sehr viel kleiner als die andere ist,
etwa bei Luft und Wasser, vereinfacht sich die Formel zu:
Falls man nur eine Flüssigkeit, beispielsweise Wasser mit Dichte
, hat, kann man die obige Methode folgendermaßen anwenden:
Gewicht des Körpers vor Eintauchen:
,
Gewicht (reduziert) des Körpers nach (vollständigem) Eintauchen, wobei das Volumen
verdrängt wird (dies wird entweder durch den Überlauf aus dem vollen Gefäß, oder im Messzylinder gemessen):
,
also nach Umformen
Nach dieser Methode bestimmte schon Archimedes die Dichte der Krone eines Königs, der bezweifelte, ob diese wirklich aus reinem Gold bestehe (ρK = 19320 kg/m3.)
Auf der Auftriebmessung zur Dichtebestimmung von Flüssigkeiten beruhen das Aräometer (Spindel) und die Mohrsche Waage.
Eine einfache Abschätzung der Dichte lässt sich mit der Girolami-Methode erhalten.
Tabellenwerte zur Dichte verschiedener Stoffe sind in folgenden Artikeln zu finden: