Bei der Schall- oder Impulstomographie handelt es sich um ein zerstörungsfreies Messverfahren zur graphischen Darstellung des mechanischen Zusammenhalts von Festkörpern. Es wird beispielsweise zur Überprüfung des Erhaltungszustandes von Holz oder Beton verwendet. Der Begriff Schalltomographie lehnt sich an die vom Menschen wahrnehmbaren Geräusche an, die durch die zur Messung verwendeten mechanischen Impulse verursacht werden. Der Begriff Impulstomographie hingegen bezeichnet die Messmethode genauer.
Grundlage des Verfahrens sind multiple Impuls-Laufzeitmessungen (engl.: stress wave timing), die zu einem zwei- oder dreidimensionalen Messnetz verknüpft werden. Im Falle der Schall-Impulstomographie von Bäumen (siehe auch: Baumdiagnose) werden in einer oder mehreren Ebenen um den Stamm oder Ast Erschütterungssensoren befestigt und deren Position eingemessen. Mit Hammerschlägen werden dann Impulse induziert und die Laufzeiten zwischen den Sensoren aufgezeichnet.
Die Impulsgeschwindigkeit in Festkörpern ist abhängig von der Dichte und dem Elastizitätsmodul des Materials (siehe auch: Schallgeschwindigkeit). Innere Schäden, wie Fäule und Risse bremsen die Impulse oder bilden Grenzflächen, die den Impulsdurchgang unmöglich machen. Dies führt zu einer Verlängerung der Laufzeiten und wird als reduzierte Geschwindigkeit ausgewertet. Mit Hilfe spezieller mathematische Algorithmen wird die Matrix der Messwerte in eine farbige oder Graustufen-Grafik (Tomogramm) umgesetzt und ermöglicht so die Einschätzung des Schadensumfangs. Die Genauigkeit des Verfahrens wird durch die Zahl der eingesetzten Sensoren bestimmt. Sie ist aber deutlich geringer als bei der Röntgen-basierten Computertomographie.
Geräte dieser Art sind das Arbotom und der PiCUS Schalltomograph.