| Strukturformel | |||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||
| Name | Ammoniumchlorid | ||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | NH4Cl | ||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 12125-02-9 | ||||||||||||||||
| PubChem | 25517 | ||||||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle[1] | ||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||
| Molare Masse | 53,49 g·mol−1 | ||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||
| Dichte |
1,53 g·cm−3[1] | ||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||
| Dampfdruck | |||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (372 g·l−1 bei 20 °C)[1] | ||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||
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| LD50 |
1650 mg·kg−1 (Ratte, oral)[4] | ||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−314,6 kJ·mol−1[5] | ||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||
Ammoniumchlorid ist das Ammoniumsalz der Salzsäure. Es ist ein farbloser, kristalliner Feststoff mit der chemischen Formel NH4Cl.
Natürlich vorkommendes Ammoniumchlorid ist als Mineral Salmiak bekannt. Das Mineral ist ein Feststoff, der nicht mit einer wässrigen Lösung von Ammoniak, dem Salmiakgeist, verwechselt werden sollte. Der Name Salmiak leitet sich von lat. "sal ammoniacum" (Salz des Ammon, siehe auch Namensherkunft von Ammoniak) ab, da es in der Antike in der Nähe eines Ammon-Tempels im heutigen Ägypten vorkam und äußerlich dem Halit (Steinsalz) ähnelt.
Ammoniumchlorid kann durch Neutralisation von wässriger Ammoniaklösung mit Salzsäure oder durch die Reaktion von gasförmigem Ammoniak mit gasförmigem Chlorwasserstoff gewonnen werden.
Ammoniumchlorid fällt als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Soda nach dem Solvay-Verfahren an.
Ammoniumchlorid ist ein farbloses, gut wasserlösliches Salz, welches kubische Kristalle bildet. Wässrige Lösungen reagieren sauer. Der pH-Wert einer 1%igen Lösung beträgt etwa 5,5. Es ist schlecht in Ethanol löslich und unlöslich in Aceton und Ether. Mit steigender Temperatur dissoziiert Ammoniumchlorid zunehmend zu Ammoniak und Chlorwasserstoff.
Bei 340 °C scheint der Stoff vollständig zu sublimieren, dissoziiert jedoch in die beiden Gase Chlorwasserstoff und Ammoniak. Da es sich hierbei um eine chemische Reaktion handelt, kann man nicht von einer Sublimation sprechen. Unter Druck (34,4 bar) schmilzt Ammoniumchlorid bei 520 °C. Beim Versetzen von Ammoniumchlorid mit starken Basen (wie zum Beispiel Kalilauge) wird gasförmiges Ammoniak freigesetzt.
Verwendung findet Ammoniumchlorid heute unter anderem zur Herstellung von Kältemischungen, in der Färberei und Gerberei. Ebenfalls findet es Anwendung beim Verzinnen, Verzinken oder Löten, da es die Fähigkeit besitzt, mit Metalloxiden leicht rauchende und schwach anhaftende Chloride zu bilden und somit die Metalloberfläche zu reinigen. Des Weiteren dient es in der Medizin als Hustenlöser (Expektorans) und wird als Elektrolyt in Zink-Kohle-Batterien eingesetzt. Außerdem ist es in Salmiak-Lakritz (Salmiakpastillen) enthalten. Die Tabakverordnung erlaubt den Zusatz von Ammoniumchlorid zu einigen Tabakprodukten. Mit Ammoniak versetzte Ammoniumchlorid-Lösungen können auch als Puffer verwendet werden. Es ist auch häufig in Rauchpulver (weiß) vorhanden. Zusammen mit Alkalinitraten dient es als Komponente in Wettersprengstoffen.[6]
Tägliche Dosen von acht Gramm Ammoniumchlorid führten in einem Fall nach mehreren Wochen zu einer Azidose, die auch bei höheren Dosen die Symptomatik bestimmt. Bei bestehender Leber- oder Nierenerkrankung oder Kaliummangel ist entsprechend Vorsicht geboten.[7]
Ammoniumfluorid | Ammoniumchlorid | Ammoniumbromid | Ammoniumiodid