| Strukturformel | |||||||
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| Allgemeines | |||||||
| Name | Ammoniumchlorid | ||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | NH4Cl | ||||||
| CAS-Nummer | 12125-02-9 | ||||||
| Kurzbeschreibung | weiße Kristalle | ||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 53,49 g·mol−1 | ||||||
| Aggregatzustand | fest | ||||||
| Dichte |
1,526 g·cm−3[1] | ||||||
| Schmelzpunkt | 335 °C[1] | ||||||
| Siedepunkt | zerfällt | ||||||
| Dampfdruck | |||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (372 g/L bei 20°C)[1] | ||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
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| LD50 |
1650mg/kg (Ratte, oral) [2] | ||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Ammoniumchlorid ist das Ammoniumsalz der Salzsäure. Es ist ein weißer Feststoff und besitzt die Formel NH4Cl.
Natürlich vorkommendes Ammoniumchlorid ist als Mineral Salmiak bekannt und verbreitet. Der Name Salmiak leitet sich von lat. "sal ammoniacum" (Salz des Ammon, siehe auch Namensherkunft von Ammoniak) ab, da es im Altertum in der Nähe eines Ammon-Tempels im heutigen Ägypten vorkam und mit Halit (Steinsalz) verwechselt wurde.
Ammoniumchlorid kann durch Neutralisation von wässriger Ammoniaklösung mit Salzsäure oder durch die Reaktion von gasförmigem Ammoniak mit gasförmigen Chlorwasserstoff gewonnen werden. Es kann durch Umkristallisieren aus Wasser gereinigt werden.
Ammoniumchlorid fällt als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Soda nach dem Solvay-Verfahren an.
Ammoniumchlorid ist ein farbloses, gut wasserlösliches Salz, welches kubische Kristalle bildet. Wässrige Lösungen reagieren sauer. Der pH-Wert einer 1%igen Lösung beträgt etwa 5,5. Es ist schlecht in Ethanol löslich und unlöslich in Aceton und Ether.
Mit steigender Temperatur dissoziiert Ammoniumchlorid zunehmend zu Ammoniak und Chlorwasserstoff.
Bei 340 °C scheint der Stoff vollständig zu sublimieren.
Ammoniumchlorid sublimiert jedoch nicht wirklich, sondern dissoziiert in Chlorwasserstoff und Ammoniak. Dies sind beides Gase. Da es sich hierbei um eine Reaktion handelt, kann man nicht von einer Sublimation sprechen. Unter Druck (34,4 bar) schmilzt Ammoniumchlorid bei 520° C.
Beim Versetzen von Ammoniumchlorid mit starken Basen wird gasförmiges Ammoniak freigesetzt.
Verwendung findet Ammoniumchlorid heute unter anderem zur Herstellung von Kältemischungen, in der Färberei und Gerberei. Ebenfalls findet es Anwendung beim Verzinnen, Verzinken oder Löten, da es die Fähigkeit besitzt, mit Metalloxiden flüchtige Chloride zu bilden und somit die Metalloberfläche zu reinigen. Des Weiteren dient es in der Medizin als Expektorans und wird als Elektrolyt in Zink-Kohle-Batterien eingesetzt. Außerdem ist es in Salmiak-Lakritz enthalten. Es ist auch häufig in Rauchpulver (weiß) vorhanden. Als Lebensmittelzusatz trägt es die Nummer E 510. Ammoniumchlorid verwendet man in Verbindung mit Ammoniumhydroxid auch als Puffer.