Sammle Zeitungsberichte und verfolge, welche Schadstoffe der Luft am häufigsten genannt werden.
Wo befinden sich am Schulort Verursacher von Luftverschmutung?
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Die Lufthülle der Erde ist im Verhältnis zu den Ausmaßen der Erde relativ dünn; sie reicht bis in eine Höhe von etwa 130 km (Ionosphäre). In dieser dünnen Lufthaut hat sich im Laufe der Erdgeschichte ein Gleichgewicht verschiedener Gase gebildet, das Voraussetzung für alles Leben auf der Erde ist.
Mit der wachsenden Industrialisierung und dem zunehmenden Verkehr kommt eine große Zahl von Schadstoffen in die Luft. Dabei handelt es sich vor allem um Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoffverbindungen und Feinstäube. Die Abgabe luftverunreinigender Stoffe von Anlagen in die Atmosphäre wird Emission genannt. Die Einwirkung der emittierten Schadstoffe auf Lebewesen oder Bauwerke wird Immission genannt. Sie wird im allgemeinen 1,5 m über dem Boden gemessen (siehe Abb. 16.2).
In der Bundesrepublik Deutschland wurden 1970 nach zuverlässigen Schätzungen etwa 27 Millionen Tonnen Schadstoffe in die Luft befördert. Die beiden größten Schadstofferzeuger sind die Bereiche Verkehr und Energiewirtschaft. Eine Übersicht über die wichtigsten Schadstofferzeuger zeigt Tabelle 14.
| Verursacher | Anteil in % 2007 | Veränderung zu 1990 in % | ||||
| Verkehr | 20,6 | + 1,1 | ||||
| darunter Straßenverkehr | 19,1 | +1,2 | ||||
| Energiewirtschaft | 45,5 | - 12,8 | ||||
| Haushalte | 14,2 | - 12,7 | ||||
| Verarbeitendes Gewerbe | 12,9 | - 33,5 | ||||
| Gerwerbe, Handel, Dienstleistungen | 5,7 | - 29,5 | ||||
| Quelle: Umweltbundesamt, Emissionsberichterstattung der Bundesrepublik Deutschland 2007 |
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Die Emissionen aus Industrie, Gewerbe und Haushalt wurden dem Stand der Technik entsprechend durch gesetzliche Maßnahmen (Bundes-Immissionsschutzgesetz) in den vergangenen Jahrzehnten begrenzt. Dabei wurde berücksichtigt, dass ein Betrieb zur Umstellung auf umweltfreundlichere Verfahren eine gewisse Übergangszeit benötigt. Bei Neuanlagen wird von vorneherein die »saubere Technologie« gefordert. Zwei Beispiele sollen die Erfolge in diesem Bestreben belegen.
Schadstoffe in der Luft: Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoffverbindungen, Staub.
Emission = Abgabe von Schadstoffen in die Atmosphäre.
Beispiel: Der Staubauswurf aus den Schornsteinen von Kraftwerken lag in den Jahren 1960-1965 noch um 750 000 t/Jahr. 10 Jahre später ist trotz einer Verdoppelung der Energieerzeugung die Staubemission aus Kraftwerken auf ¼ dieses Wertes gesunken. Dieser Erfolg wurde durch Einsatz moderner Entstaubungsanlagen, die Verbesserung oder Stillegung alter Anlagen und die zunehmende Verwendung von Erdöl, Erdgas und Atomenergie erzielt. In der Zementindustrie betrug der Staubauswurf 1950 noch 3,5 Gewichts- % der Erzeugung. Er ist bis 1974 auf 0,1 % der Produktion (35,9 Mio t/Jahr) gesunken.
Schadstofferzeuger: Verkehr, Energieerzeugung, Industrie, Gewerbe.Messungen von Luftverunreinigungen in den letzten 15 Jahren zeigen in Deutschland einen starken Rückgang der Schadstoffe in der Luft auf. So ist die SO2- Emission von noch rund 5 Mio t im Jahre 1990 auf nur noch 400 000 t im Jahre 2004 gesunken. (Grafik oben)