Aluminium ist das wichtigste Leichtmetall.Aluminium ist mit einer Dichte von 2,7 g/cm³ das wichtigste Leichtmetall. Da es sehr dehnbar ist, läßt es sich gut ziehen und walzen. Aluminiumfolien können bis 0,004 mm Dicke ausgewalzt werden. Das elektrische Leitvermögen des Aluminiums ist etwa um ⅓ schlechter als das von Kupfer. Bemerkenswert sind auch seine chemischen Eigenschaften. Aluminium ist ein unedles Metall und wird deshalb von verd. Salz- und Schwefelsäure unter Wasserstoffentwicklung zersetzt.
| 2Al | + | 6H+(aq) | + | 6Cl–(aq) | ![]() |
2Al3+(aq) | + | 6Cl–(aq) | + | 3H2 ↑ |
| Salzsäure | Aluminiumchlorid | |||||||||

In Reagenzgläsern werden Aluminiumspäne mit verd. Salzsäure und mit verd. Schwefelsäure übergossen.
Vorsicht! Aluminiumblech wird mit konz. Salpetersäure überschichtet. Beobachtung!Während Aluminiumpulver blitzartig abbrennt (Versuch
, Kapitel 14), erweist sich ein Stück Aluminiumblech als feuerfest. Dieser Unterschied beruht u. a. (Oberfläche!) auf der Passivierung des Aluminiums durch Bildung einer Oxidhaut, die beim Erhitzen eines Aluminiumbleches an Luft entsteht. Die Erzeugung einer Oxidhaut wird heute auf elektrochemischem Wege durchgeführt; elektrisch oxidiertes Aluminium ist Eloxal. Mit konz. Salpetersäure wird die Oberfläche von Aluminium oxidiert, so dass das Metall von weiterer Säure nicht mehr angegriffen werden kann (Versuch
). Auch diese Erscheinung beruht auf einer Passivierung. Die Wasserstoffentwicklung bei der Reaktion des Metalls mit Natronlauge ist auf eine primäre Reaktion des Aluminiums mit Wasser (vgl. Natrium, Kapitel 40) zurückzuführen.
| 2Al | + | 2Na+(aq) | + | 2OH–(aq) | + | 6H2O | H2O | 2Na+(aq) | + | 2[Al(OH)4]– | + | 3H2 ↑ |
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| Salzsäure | Natriumaluminat | |||||||||||
In einem Reagenzglas werden Aluminiumspäne mit verd. Natronlauge übergossen und erwärmt. Knallgasprobe!
Passivierung: Bildung einer schützenden Oxidhaut auf Aluminium an Luft oder auf elektrochemischen Wege.
Amphoteres Verhalten: Aluminium vildet mit Säuren und Laugen Salze.
Vorkommen: Feldspäte, Buxit, Ton, Edelsteine.
Gewinnung durch Schmelzelektrolyse von Al2O3.
Welche Faktoren bestimmen den Standort für eine Aluminiumhütte? Sind Umweltgefährdungen in der Nähe von Aluminiumhütten bekannt geworden? Zeitungsberichte!
Nenne Beistpiele für die Verwendung von Aluminium in Haushalt und Technik.Auf die Struktur dieser Verbindung kann hier nicht eingegangen werden. Das Alumination ist ein sog. Komplexion. Elemente, die mit Säuren und Laugen Salze bilden, nennt man amphotere Elemente. Viele Gebrauchsmetalle gehören dazu.
Aluminium ist das häufigste Metall der Erdrinde. Als unedles Metall kommt es nicht gediegen vor. Seine wichtigsten Vorkommen sind die Feldspäte und deren Verwitterungsprodukte, die Tone. Die Edelsteine Rubin (rot) und Saphir (blau) sind Aluminiumoxide, die durch Spuren anderer Oxide gefärbt sind. Ausgangsmaterial für die Aluminiumgewinnung ist der Bauxit AlO(OH).
Die Gewinnung erfolgt durch Elektrolyse einer Schmelze von besonders reinem Al2O3. Die Aufbereitung eines entsprechenden Oxids aus Bauxit stellt einen wichtigen und langwierigen Arbeitsprozeß dar. Die Elektrolyse erfordert hohe Stromstärken. Aluminiumhütten befinden sich nur dort, wo billiger Strom zur Verfügung steht. Vereinfacht lassen sich die Elektrodenvorgänge so darstellen:
| Schmelzen: | Al2O3 | ![]() |
2Al3+ | + | 3O2– | ||
| Kathode: | 2Al3+ | + | 6e– | ![]() |
2Al | ||
| Anode: | 3O2– | ![]() |
3/2 O2 | + | 6e– | ||
Der Einsatz von Aluminium ist ständig im Steigen. Die Aufteilung des Aluminiumverbrauches in der Bundesrepublik geht aus Abb. 59.1 hervor.