
Prüfe die Leitfähigkeit von verd. Schwefelsäure.
Verd. Schwefelsäure wird mit Lackmuslösung, Universalindikator versetzt. Beobachtung.
Die Schwefelsäure, H2SO4, ist eine zweiprotonige Säure.
Bie der Protolyse entsteht: HSO4− Hydrogensulfation und
Magnesiumspäne und Zinkspäne in verschiedenen Reagenzgläsern werden mit verd. Schwefelsäure versetzt. Knallgasprobe. Reaktionstyp?Im Gegensatz zu HCl und HNO3 kann ein Molekül der Schwefelsäure, H2SO4, zwei Protonen (=Wasserstoffionen) abgeben. Säuren, die zwei oder drei Protonen aus einem Molekül abgeben können, nennt man zwei- bzw. dreiprotonige Säuren. Die Protonenabgabe (vgl. Kapitel 41) der Schwefelsäure in Wasser kann stufenweise erfolgen.
| 1. Stufe | H2SO4 | H2O | H+(aq) + HSO–4(aq) |
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| Schwefelsäure | Hydrogensulfation | ||
| 2. Stufe | HSO–4(aq) | H2O | H+(aq) + SO2–4(aq) |
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| Hydrogensulfation | Sulfation |
Verdünnte Schwefelsäure löst wie Salzsäure unedle Metalle in einer Redoxreaktion unter Wasserstoffentwicklung auf. Dabei können zwei Reihen von Salzen entstehen: Hydrogensulfate und Sulfate.
Bildung eines Hydrogensulfats:
Lösen:
| 4H+(aq) | + | 2SO4–(aq) | + | Mg | ![]() |
Mg2+(aq) | + | 2HSO4–(aq) | + | H2 ↑ |
Auskristallisieren:
Formuliere die stufenweise Reaktion von verd. Schwefelsäure mit Zink.
Stelle die Formeln für die folgenden Salze auf: Kaliumsulfat, Calciumsulfat, Natriumhydrogensulfat, Calciumhydrogensulfat.
Zu Lösungen von Natriumsulfat und Kupfersulfat in verschiedenen Reagenzgläsern gibt man Bariumchloridlösung. Welche Farbe hat der sich bildende Niederschlag in beiden Versuchen?| Mg2+(aq) | + | 2HSO4–(aq) | – H2O | Mg(HSO4)2 |
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| Magnesiumhydrogensulfat |
Bildung eines Sulfats:
Lösen:
| 2H+(aq) | + | SO4–(aq) | + | Mg | ![]() |
Mg2+(aq) | + | SO4–(aq) | + | H2 ↑ |
Auskristallisieren:
| Mg2+(aq) | + | SO4–(aq) | – H2O | MgSO4 |
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| Magnesiumsulfat |
Nach der in Kapitel 43 eingeführten vereinfachten Schreibweise lassen sich die Reaktionen so formulieren:
| Mg | + | 2H2SO4 | ![]() |
Mg(HSO4)2 | H2 ↑ |
| Magnesium | Schwefelsäure | Magnesiumhydrogensulfat | Wasserstoff |
| Mg | + | H2SO4 | ![]() |
MgSO4 | H2 ↑ |
| Magnesium | Schwefelsäure | Magnesiumsulfat | Wasserstoff |
In Versuch
wurde verd. Schwefelsäure mit einer Lösung von Bariumhydroxid, Ba(OH)2, neutralisiert. Dabei entstand das wasserunlösliche Salz Bariumsulfat, BaSO4.
Den Vorgang können wir jetzt formulieren:
| Ba2+(aq) | + | 2OH–(aq) | + | 2H+(aq) | + | SO4–(aq) | ![]() |
BaSO4 ↓ | + | 2H2O |
| Barytwasser | Schwefelsäure | Bariumsulfat | Wasser | |||||||
Die Reaktion der Bariumionen mit Sulfationen zu weißem, wasserunlöslichem Bariumsulfat dient zum Nachweis von Sulfationen. Dazu versetzt man die Probelösung mit einer wässrigen Lösung von Bariumchlorid BaCl2.
| Ba2+(aq) | + | SO42–(aq) | – H2O | BaSO4 ↓ |
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