Ein Becherglas wird zur Hälftemit destilliertem Wasser gefüllt; das Wasser wird gekocht und die Siedetemperatur für etwa 5 Minuten Kontrolliert. Gleichzeitigwird die Siedetemperatur beim Kochen von Salzwasser für etwa 5 - 10 Minuten verfolgt.
Ein Schmelzpunktröhrchen wird mit Naphthalin auf2 bis 3 mm gefüllt und in ein Gerät zur Schmelzpunktbestimmung (Abb. 3.2) gebracht, das mit Wasser gefüllt ist. Es wirdmit kleiner Flamme wchwach erhitzt und die Temperatur abgelesen. sobald das Naphthalin gerade flüssig geworden ist.Stoffe können bei Zimmertemperatur in den Aggregatzuständen fest, flüssig oder gasförmig in Erscheinung treten. Der Aggregatzustand eines Stoffes ist durch die Temperatur bestimmt, bei der er schmilzt (oder erstarrt) bzw. siedet (oder kondensiert).
Löst man Salz in Wasser, so hat das Gemenge Salzwasser einen höheren Siedepunkt als reines Wasser. Beim Sieden von Salzwasser verdampft laufend Wasser, dabei ist ein langsames Ansteigen der Siedetemperatur (Siedebereich) zu beobachten (Versuch
, Abb. 3.1). Die Höhe des Siedepunktes hängt also ab von der Menge des in Wasser gelösten Salzes, denn durch das Verdampfen des Wassers wird der Anteil des Salzes im Vergleich zu Wasser immer größer.
Reinstoffe haben einen festen Siedepunkt. Mischungen haben einen Siedebereich.
Reinstoffe haben scharfe Schmelz- und Siedepunkte.
Gemenge haben einen Schmelz- und Siedebereich.
Siede- und Schmelzpunktbestimmung sind exakte Methoden zur Stofferkennung.Ebenso haben nur Reinstoffe einen festen Schmelzpunkt. Salzwasser (z.B. Meerwasser) hat einen tieferen Gefrierpunkt als reines Wasser. Wie der Siedepunkt, so hängt auch der Gefrierpunkt einer Mischung von den Anteilen der gemischten Stoffe ab. Da die Bestimmung des Schmelz- oder Siedepunktes auf die Ermittlung von Zahlenwerten hinausläuft, gilt diese Art der Stoffuntersuchung als besonders zuverlässig. Oft genügt die Bestimmung des Siedepunktes oder des Schmelzpunktes zur eindeutigen Stofferkennung.
Wenn etwas Salz oder Zucker in Wasser gebracht wird, beobachten wir, wie die Feststoffe langsam im Wasser verschwinden: sie lösen sich auf. Wasser ist ein Lösungsmittel für Salz und Zucker. Dagegen löst sich Salz im Lösungsmittel Benzin nicht auf.
Man gibt eine Kochsalzlösung in ein Uhrglas und dampft die Lösung über der kleinen Brennerflamme ein. Folgerung?
Eine Lösung ist ein einheitliches Gemenge eines Lösungsmittels mit dem darin gelösten Stoff, das wieder in die Bestandteile zerlegt werden kann.
Viele brennbare Stoffe sind feuergefährlich
Die exakte Angabe «löslich» oder «unlöslich» verlangt deshalb immer die Angabe des Lösungsmittels. Das erhaltene Salz- bzw. Zuckerwasser nennt der Chemiker eine Salzlösung bzw. Zuckerlösung. Fett löst sich bekanntlich nicht in Wasser. Mit Benzin kann man dagegen Fett lösen. Die chemische Reinigung kennt eine große Zahl verschiedener Lösungsmittel, mit denen Verunreinigungen beseitigt (gelöst) werden können.
Es gibt brennbare und nicht brennbare Stoffe. Unter den brennbaren sind eine Reihe besonders feuergefährlicher Stoffe, die explosionsartig abbrennen können. Darum sind Transportfahrzeuge und Behälter mit feuergefährlichem Inhalt besonders gekennzeichnet (Abb. 13.3). Beim Umfüllen brennbarer Flüssigkeiten ist äußerste Vorsicht geboten: kein offenes Feuer, kein elektrischer Zündfunke!
Zur Prüfung der elektrischen Leitfähigkeit werden Versuche entsprechend der Abb. 3.4 - 3.6 durchgeführt.
Leitfähikeitsmessungen dürfen nicht mit Netzspannung (220 V) durchgeführt werden.
Feststoffe und Lösungen kann man in Leiter und Nichtleiter einteilen.
Wende dein Wissen an! Die Stoffpaare Wasser - Alkohol, Puderzucker - Mehl, Eisen - Blei sind jeweils durch eine Eigenschaft eindeutig zu unterscheiden. Um welche Eigenschaften handelt es sich bei den einzelnen Stoppfaaren?Metalle leiten im Gegensatz zu Glas oder Gummi den elektrischen Strom. Man kann die Feststoffe grob in Leiter und Nichtleiter für den elektrischen Strom einteilen.
Wie Versuch
zeigt, können auch bestimmte Lösungen den Strom leiten, so dass die obige Einteilung auch auf Flüssigkeiten erweitert werden kann. Wenn elektrische Geräte mit leitenden Flüssigkeiten in Berührung kommen können, ist höchste Vorsicht geboten. Von tödlichen Unfällen in Badezimmern durch Stromschlag ist trotz aller Warnungen immer wieder zu hören.
| Schmelzpunkt in °C | Siedepunkt in °C | Löslichkeit in Wasser | Brennbarkeit | Elektr. Leitfähigkeit | |
| Ethanol | − 112 | 78,2 | ja | ja | nein |
| Blei | 326,4 | 1750 | nein | nein | ja |
| Schwefel | 119 | 444,6 | nein | ja | nein |
Experimentell bestimmbare Eigenschaften: Schmelzpunkt, Siedepunkt, Dichte, Löslichkeit, Brennbarkeit, Leitfähigkeit.