chemieschule.de Lexikon
 
 
 

Chemie - Die Lehre von den Stoffen

Seite 3. Experimente zur Stoffbeschreibung Der Mensch und die Chemie

2. Der Stoffbegriff in der Chemie

Einfache Stoffbeschreibung: Sehen, Schmecken, Riechen.

Beobachte verschiedene Proben Schwefel (Kristalle, Pulver, Schwefelschnur) und vergleiche die Farbe. Vergleiche die Farben der Lösungen von Kupfersulfat und Kupfernitrat mit denen von Natriumsulfat und Natriumnitrat. Nenne Metalle, die an der Farbe leicht zu erkennen sind.

Wie Aufgabe zeigt, kann man manche Stoffe schon an ihrer Farbe erkennen; die Farbe des Schwefels ist z. B. so kennzeichnend, dass es im Deutschen den Ausdruck »schwefelgelb« gibt. Eine Natriumsalzlösung ist von einer Kupfersalzlösung wegen der Farbunterschiede eindeutig zu unterscheiden.

Bei vielen Stoffen ist es aber schwer, die Farbe so gut zu beschreiben, dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Außerdem hängt die Farbe eines Stoffes sehr stark von der Beschaffenheit seiner Oberfläche ab; gepulvertes Kupfervitriol zeigt z. B. nicht mehr viel von dem leuchtenden Blau eines Kristalls.

Amethyst
Der Amethyst zeichnet sich durch lilafarbenen Kristalle aus und ist daran erkennbar. Er ist ein Verwandter des farblosen Bergkristalls
Bildung von Eiskristallen
2.1 Bildung von Eiskristallen bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Temperatur
Versuche die Farben von Zinnober,Quecksilberoxid und Ammoniumdichromat zu beschreiben.
Eine heiß gesättigteLösung von Salpeter und Wasser bringt man in eine Petrischale und beobachtet auf dem Tageslichtprojektor die Kristallbildung.
In Kernseifenwasser gibt man einpaar Tropfen Phenolphthalein, anschließend bringt man Speiseessig dazu. Anschließend wiederholt man den Versuchmit anderen Indikatoren und mit Blaukrautwasser.
Man verteilt verschiedeneFruchtsäfte in Reagenzgläser und tropft Universalindikator dazu.
Indikatoren dienen zur Erkennungvon sauren und laugenhaften Flüssigkeiten.

Die Kristallform ist für viele Stoffe so bezeichnend, dass sie zur Stofferkennung herangezogen werden kann. Mikroskopisch kleine Kristalle eines bestimmten Stoffes zeigen die gleiche Form wie große Kristalle.

Eine weitere Eigenschaft, die wir mit dem Auge wahrnehmen können, ist der Glanz. Besonders Metalle sind durch ihren Glanz gekennzeichnet; an Luft verschwindet dieser oft.

Der Geruch ist für viele Stoffe bezeichnend. Da viele stechend riechen oder giftig sind, muß eine Geruchsprobe vorsichtig durchgeführt werden. Dazu fächelt man den Geruchsstoff vorsichtig mit der Hand zur Nase. Es ist nicht leicht, den Geruch eine Stoffes unmißverständlich zu beschreiben. Die Chemiker helfen sich oft mit Umschreibungen, wie »Bittermandelgeruch«, »nach faulen Eiern«, »fruchtartig«, »stechend«, »mäuseartig«. Trotz dieser Schwierigkeiten ist die Erkennung des Geruches von Bedeutung, weil manche giftige Gase und Dämpfe schon in Spuren an ihrem Geruch zu erkennen sind.

Im allgemeinen unterscheidet man vier Geschmacksqualitäten: süß, bitter, salzig, sauer. In der Chemie kommt dazu noch der seifige oder laugenhafte Geschmack. Unbekannte Stoffe dürfen niemals mit der Zunge geprüft werden, denn viele Stoffe sind schon in kleinen Mengen giftig oder stark ätzend. In der Chemie hat die Erkennung von sauren und laugenhaften Stoffen eine besondere Bedeutung. Dazu gibt man zur Stoffprobe bestimmte Farbstoffe, die in sauren und laugenhaften Lösungen unterschiedliche Farben zeigen. Solche Stoffe nennt man Indikatoren (lat. = Anzeiger). Wie sich einige bekannte Indikatoren in saurer, neutraler und laugenhafter Lösung verhalten, zeigt Abb. 2.2.

Indikatoren
2.2 Indikatoren sind Farbstoffe, die in saurer, neutraler und laugenhafter Lösung unterschiedliche Farben annehmem

Reinstoffe und Gemenge.

Stoffe können an ihren Eigenschaften erkannt werden.
Reinstoffe sind immer einheitlich aufgebaute Stoffe
Gemenge sind uneinheitlich zusammengesetzte Stoffe.
Stoffbeschreibung mit Sinnesorganen: Farbe, Kristallform, Glanz, Geruch, Geschmack.

Die Physik bezeichnet alle Gegenstände, die uns umgeben als Körper. Man unterscheidet feste, flüssige und gasförmige Körper. Das Material, aus dem ein Körper besteht, nennt man in der Chemie Stoff oder Substanz. Es gibt allerdings auch Stoffe (z.B. Wasser, Luft), aus denen keine Gegenstände im üblichen Sinn gefertigt werden. Betrachten wir eine Granitplatte, so stellen wir fest, dass der Granit selbst wieder aus drei verschiedenen Stoffarten zuzsammengesetzt ist: aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Eine ähnliche Feststellung kann bei Kupfer nicht gemacht werden, es erscheint auch unter dem Mikroskop als einheitlicher Stoff. In der Chemie wird zwischen einheitlich aufgebauten Stoffen (Reinstoffe) und uneinheitlich zusammengesetzten Stoffen (Gemenge) unterschieden. In der Natur kommen die Stoffe meist im Gemisch mit anderen, also als Gemenge vor.

Ein Reinstoff ist an seinen für ihn typischen Eigenschaften zu erkennen. Wie wir gesehen haben, ist die Bestimmung der Stoffeigenschaften durch Sehen, Riechen, Schmecken nicht immer eindeutig und zuverlässig. Deshalb werden in der Chemie bei der Stoffuntersuchung zusätzlich physikalische Messgeräte eingesetzt.

Indikatoren
2.2 Das Bild zeigt verschiedene Zylinder. Verschieden ist der Stoff, aus dem sie bestehen, gleich ist - wenigstens grundsätzlich - die äußere Form. Rechts: chemische Mess-Standzylinder
Jetzt kostenlos eintragen und entdeckt werden! Sofort suchen, sofort finden - und direkt buchen!
User online 7   gestern 350   heute 400
Siteinfo