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Luminol

Strukturformel
Allgemeines
Name Luminol
Andere Namen
  • 3-Aminophthalhydrazid
  • 3-Aminophthalsäurehydrazid
  • 5-Amino-2,3-dihydrophthalazin-1,4-dion
Summenformel C8H7N3O2
CAS-Nummer 521-31-3
PubChem 10638
Kurzbeschreibung gelb bis grünlich schimmernde Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 177,16 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 319–320 °C [1]
Löslichkeit
  • gut löslich in Ethanol und Aceton
  • unlöslich in Wasser
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]
R- und S-Sätze R: 22-36/37/38
S: 26-37/39
LD50

> 500 mg/kg (Ratte, peroral) [2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Luminol ist ein gelblich bis grün schimmernder, nicht in Wasser löslicher Feststoff.

Gewinnung und Darstellung

Darstellung von Luminol erfolgt über die Nitrierung von Phthalsäure zu 3-Nitrophthalsäure, dessen Umsetzung mit Hydrazin zu 3-Nitrophthalsäurehydrazid und nachfolgender Reduktion mit Natriumdithionit zum Luminol.

Verwendung

Chemolumineszenz von Luminol mit Hämoglobin

Es wird u. a. bei der Spurensicherung verwendet, da sich mit Luminol Blutreste nachweisen lassen. Dabei macht man sich zunutze, dass Luminol mit Oxidationsmitteln (meist Wasserstoffperoxid) unter Abgabe von bläulichem Licht (Chemolumineszenz) reagiert. Diese Reaktion verläuft jedoch nur bei Anwesenheit von Katalysatoren (meist komplex gebundenes Fe3+) ausreichend schnell, d. h. in der Praxis ist bei der Abwesenheit von Katalysatoren keine Reaktion und damit keine Chemolumineszenz zu beobachten.

Zur Spurensuche werden zwei Lösungen hergestellt: Eine Lösung von Luminol in Natronlauge und eine verdünnte Wasserstoffperoxid-Lösung). Diese werden kurz vor der Anwendung zusammen gegeben und die zu untersuchenden Flächen werden eingesprüht. Befinden sich darauf Blutspuren, so katalysiert der Blutfarbstoff Hämoglobin, ein Eisenkomplex. Dies ist die oben beschriebene Reaktion. Es kommt also zu einer bläulichen Chemolumineszenz. Der Test ist empfindlich genug, um winzige Blutmengen im Urin nachzuweisen, wodurch Urinflecken ebenfalls „positiv“ erscheinen. Allerdings wird die Reaktion auch durch Kupferionen katalysiert, welche diesen Test somit stören.

Chemolumineszenzreaktion von Luminol.

Quellen

  1. 1,0 1,1 Sicherheitsdatenblatt Acros Organics
  2. Luminol bei ChemIDplus

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary
 Wiktionary: Luminol – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Commons
 Commons: Luminol – Bilder, Videos und Audiodateien
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Der Text dieser Seite basiert auf dem Artikel Luminol aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist in der Wikipedia unter dieser Seite verfügbar, der Artikel kann hier bearbeitet werden. Diese Seite wurde zuletzt am 23. Juli 2008 um 11:17 Uhr geändert. Diese Seite wurde bisher 126-mal abgerufen.