Getränk

OK, dann spendir mir wenigstens ein Bier




Getränk

Getränk (Kollektivum zu Trank; veraltet: Trunk) ist ein Sammelbegriff für zum Trinken zubereitete Flüssigkeiten.[1] Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen.

Getränke werden grundsätzlich in verschiedene Kategorien eingeteilt: so unterscheidet man alkoholfreie Getränke (z. B. Wasser, Erfrischungsgetränke) und alkoholhaltige Getränke (Spirituosen, Schaumwein, Bier und Wein). Weiterhin gibt es die Unterscheidung zwischen Kalt- oder Erfrischungsgetränken, die gekühlt getrunken werden und Heißgetränken, die zur Aufnahme erhitzt werden, wie etwa Kaffee oder Tee. Auch gibt es Getränke, die auf Wasserbasis zubereitet werden, die auf Pflanzenbasis beruhen oder aus Früchten stammen - wie Fruchtsaft - oder auf Basis von Milch. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Gruppen sind fließend; so können einige Getränke sowohl kalt, als auch heiß getrunken werden.

Milch selbst gehört nach verschiedenen Definitionen nicht zur Produktgruppe der Getränke. Milch gilt als Nährflüssigkeit. Sie ist wegen ihres Fettgehalts nicht zum Löschen von Durst, das heißt zum Genuss in großer Menge geeignet. Dagegen werden Mischgetränke mit Milch zu den Getränken gezählt.

Alkoholische Getränke

Diverse Alkoholika, von links nach rechts: Rotwein, Single-Malt-Whisky, Bier, Sekt, Bier, Likör und nochmals Rotwein.

Alkoholische Getränke sind Getränke, die Ethanol enthalten, der umgangssprachlich auch als Alkohol bezeichnet wird; im chemischen Sinne sind Alkohole eine ganze Stoffklasse. Alkoholische Getränke werden aus kohlenhydrathaltigen Flüssigkeiten durch alkoholische Gärung erzeugt.[2]

Zu den alkoholischen Getränken gehören Getränke mit relativ niedrigem Alkoholanteil (bis 14 Vol.-%) und aus solchen beziehungsweise aus vergorenen Maischen durch Destillation gewonnene Brände und deren Mischprodukte, die hochprozentigen Spirituosen. Manchmal wird der Alkoholgehalt von niedrigprozentigen Getränken, bevorzugt Weinen, auch künstlich durch den Zusatz von Destillaten erhöht; dies ist der Fall bei Portwein und Sherry.

Aufgrund der toxischen Wirkung des Ethanols auf das zentrale und periphere Nervensystem, die Leber und andere Organe sind alkoholische Getränke gesundheitsschädlich. Regelmäßiger Alkoholkonsum kann zur Alkoholkrankheit und zu ernsthaften Folgekrankheiten führen; seine Wirkung ist eindeutig negativ. Da einige alkoholische Getränke wie Rotwein Antioxidantien enthalten, wird durch einige Studien bei einem moderaten Konsum von 0,2 l Wein am Tag für einen Erwachsenen neben den negativen Wirkungen eine gefäß- und herzschützende Wirkung prognostiziert. Viele vordergründig positive Wirkungen werden jedoch durch andere aufgehoben, etwa durch die stark erhöhte Krebsgefahr beim regelmäßigen Konsum selbst geringer Mengen, die durch wissenschaftliche Studien bestätigt wurde, z. B. durch eine britische Studie aus dem Jahr 2006.[3] Die meisten positiven Wirkungen gehen auch nicht vom Alkohol selbst aus, sondern von anderen Pflanzenstoffen, die in Getränken wie Rotwein enthalten sind. Mediziner warnen davor, einzelne Wirkungen aus dem Gesamtzusammenhang zu reißen.

Viele Studien wurden von der Alcohol Task Force der Stiftung International Life Sciences Institute finanziert, deren Mitglieder die Konzerne Moët & Chandon, Allied Domecq, Brasseries Kronenbourg, Heineken und Diageo sind. In Deutschland wurden viele Studien von der Deutschen Weinakademie (DWA) in Auftrag gegeben, die von den Weinerzeugern finanziert wird. Alleine für die Pressearbeit im Inland wurden 160.000 Euro ausgegeben. Die französische Sopexa gab 800.000 Euro für deutsche Medien aus. Einige der Studien wurden gefälscht.[4]

Da Alkohol desinfizierend wirkt, wurde Alkoholkonsum früher mit der Vorbeugung gegen durch unsauberes Wasser übertragene Krankheiten gerechtfertigt. Die desinfizierende Wirkung von Ethanol-Wasser-Mischungen ist jedoch nur bei einem Alkoholgehalt zwischen 50 und 80 % signifikant;[5] bei unter 20 % Ethanolgehalt fehlt sie völlig.

siehe Kapitel im Hauptartikel Alkoholkonsum

Ethanolgehalt alkoholischer Getränke

Ethanolgehalte verschiedener alkoholischer Getränke, Angabe in Volumenprozent:

  • Bier
    • Leichtbiere: 1–3,5 % Vol.
    • Vollbiere: ca. 3–5 % Vol., meist um 5 % Vol.
    • Starkbiere: 6–12 % Vol.
  • Weine: 7–14 % Vol., meist um 12 % Vol. und mehr bei Rotweinen
    • Met: ca. 5–16 % Vol.
    • Apfelwein: ca. 5,5–7 % Vol.
  • Liköre: ca. 15–75 % Vol., meist unter 30 % Vol.
  • Spirituosen: ca. 30–80 % Vol., meist ca. 40 % Vol.

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Getränk in der Bertelsmann Lexikothek Online, abgerufen am 26. April 2009
  2. H.-D. Belitz, W. Grosch, P. Schieberle: Lehrbuch der Lebensmittelchemie. 6. Auflage, 2007, Springer, ISBN 978-3-540-73201-3, S. 921
  3. Studie zu Krebsrisiko durch Alkohol
  4. http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/default.aspx?sid=801149
  5. H.-H. Frey, F. R. Althaus: Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie für die Veterinärmedizin. S. 469, Georg Thieme Verlag, 2007, ISBN 978-3-8304-1070-6

Weblinks

 Commons: Beverages – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Getränk – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikibooks Wikibooks: Rezepte für Getränke – Lern- und Lehrmaterialien